13. April 2026
Emotionaler Abschied von Carolina Marin
Am Sonntag blieb am Rande des EM-Finaltags in Huelva kaum ein Auge trocken. Carolina Marin wurde in ihrer Heimatstadt für ihre grossartige Karriere gewürdigt.
Natürlich wäre sie lieber noch einmal in Sportbekleidung auf dem Platz gestanden – doch aufgrund der Folgen ihrer dritten Knieoperation war dies nicht möglich. Aus diesem Grund hatte sie auch in der Woche vor der EM ihren sofortigen Rücktritt bekanntgegeben. Im Reinen mit sich: «Es war der beste Entscheid, den ich treffen konnte», sagte sie.
Am Sonntag schloss sich nun der Kreis. In der Halle, in der sie mit acht Jahren begonnen hatte und die längst ihren Namen trägt, trat sie ein letztes Mal ins Scheinwerferlicht. Aus Klein-Carolina, dem Mädchen mit dem überschäumenden Temperament, ist eine Spielerin geworden, die das Gesicht der Sportart veränderte und welche als Einzige weltweit die asiatische Vormachtstellung permanent bedrohte. Olympia-Gold 2016, drei WM-Titel, acht EM-Kronen und viele weitere Titel – so auch die Triumphe an den Yonex Swiss Open 2021 und 2024 geben einen Eindruck über ihrer Leistungen. Dass sie lange die Weltnummer 1 war, versteht sich wie von selbst.
Höhepunkt des Tributs, bei dem auch die Protagonistin selber oft mit den Emotionen kämpfte, war, als ein gigantisches Shirt unters Hallendach gezogen wurde. Fortan ist es dort Zeuge des Vermächtnisses der Ausnahmesportlerin mit dem unbändigen Siegeswillen. Sie verabschiedete sich emotional: “Ich habe physisch und mental alles gegeben und heute verabschiede ich mich vom Badminton, von meiner Leidenschaft. Danke von Herzen an Huelva und die ganze Welt.»
Wir haben zu danken, Carolina Marin, für all die grossartigen Momente und Emotionen! Alles Gute, viel Erfolg, Glück und Spass auf deinem weiteren Weg und wir hoffen, dich bald wieder in Basel begrüssen zu dürfen. (mke)