Peter Gade machte den Swiss Open noch einmal seine Aufwartung, der Rücktritt im Herbst 2012 ist seit Jahren fixierter Schlusspunkt einer grossartigen Karriere. Der 34-jährige Däne, Swiss Open-Sieger 1998, kommt seines Fusses wegen nicht wie gewünscht auf Touren und zieht sich aus dem Turnier zurück, nicht ohne in seinem letzten Spiel die Wucht und Variabilität seines Offensiv-Spiels dem Basler Publikum noch einmal offenbart zu haben.
Die besten Chinesinnen sind im Frauen-Einzel am Start und die Siegerin heisst: Saina Nehwal. Der Inderin gelingt der unerwartete Coup, der auch hoffen lässt, dass die noch junge Nehwal andere Spielerinnen mitzieht und aufzeigt, dass den Frauen aus dem Reich der Mitte durchaus Paroli geboten werden kann. Eine Sympathieträgerin ist Nehwal in Basel schon jetzt, nicht nur ihres Sieges wegen, auch ihre Ausstrahlung und Freundlichkeit kommen sehr gut an.
Den grössten Ausschlag auf dem Stimmungs-Barometer erreichte die Britische Mixed-Paarung Bankier/Adcock. Zuerst ein Wimpernschlag-Sieg über die Konkurrenten um einen Mixed-Platz in London, Wallwork/Robertson, um dann im Halbfinale gegen die Erstgesetzten Indonesier Natsir/Ahmad in drei hochklassigen Sätzen zu unterliegen. Der erfrischende Auftritt lässt im Mixed die Hoffnung keimen, dass Medaillen an Welttitelkämpfen nicht zwingend alle nach Asien vergeben werden.
Einen Höhepunkt nach dem anderen erleben die Zuschauer in der Halle am Finaltag und was für eine Vielfalt: Sieger aus 4 verschiedenen Nationen! Dies obwohl China mit einem Top-Aufgebot nach Basel gereist ist. Fangruppierungen aus asiatischen Ländern und das begeisterte Basler Publikum sind Augen-Zeugen von grossartigem Badmintonsport in der neu abgedunkelten St.Jakobshalle.
Die Jungen kommen
Zum Ende eines Olympia-Zyklus muss mit Rücktritten gerechnet werden, so werden Peter Gade und Taufik Hidayat nicht mehr in Basel antreten. Die neuen Stars aber sind parat, das Zepter zu übernehmen – auch in Basel schon mit Nachdruck: Inathanon Ratchanok (Thailand) und Minatsu Mitani (Japan) stossen bereits ins Halbfinale vor. Bei den Männern wird es bis zu Top-Platzierungen noch ein bisschen länger dauern, doch Viktor Axelsen (Dänemark) und sein Bezwinger im Final der Junioren-WM, Zulfadli Zulkiffli (Malaysia), demonstrieren hohe Spielkunst und Tempo. Wir freuen uns, sie in den nächsten Jahren bei den Swiss Open in den vordersten Positionen wieder zu sehen.
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