Teil der HSBC BWF World Tour Super 300
Preisgeld USD 200 000.–

22.–27. März 2022, St. Jakobshalle Basel

4. Mar. 2021

Einzigartige Atmosphäre trotz allem

Es ist ein merkwürdiges Gefühl, sich diese Woche der St. Jakobshalle zu nähern. Kein Plakat wirbt für die Swiss Open, keine Absperrbänder weisen auf den Haupteingang hin. Von aussen wirkt es geradezu, als würde hier gar nichts stattfinden. Weiss man Bescheid, ist das natürlich anders – mit einem Badge um den Hals und mit dem Wissen, welcher Eingang zu benutzen ist, gelangt man trotz allen Umständen rein in die Badmintonwelt.

 

Auch im Foyer herrscht noch ungewohnte Stille, kein Essensstand und keine Bespannungsmaschine sind sichtbar. Sobald man aber die schweren Türen zum Publikumsraum hinter sich lässt, fühlt sich alles schon ein wenig mehr an, wie es die Swiss Open tun sollten: Man hört die ruhigen, aber bestimmten Ansagen der Unparteiischen, die Schreie der Spielerinnen und Spieler, ab und zu ein quietschender Schuh und natürlich das Geräusch von Saiten auf Kork.

 

Zwar mutet ein Badmintonturnier ohne Publikum seltsam an und es schwer fällt, nach einem tollen Ballwechsel nicht – als einzige Person in der Halle – laut zu klatschen. Es darf aber nicht vergessen werden, worum es hier im Wesentlichen geht, nämlich um den Sport. Und dieser findet in gewohnter Form statt, nahezu ungestört von Massnahmen und Einschränkungen. Die Spielerinnen und Spieler rennen, schwitzen und springen genau wie sonst, umrahmt vom typischen Blau und Grün der Yonex-Banden, die Linienrichterinnen und Linienrichter beobachten das Spiel genau wie sonst mit Argusaugen, gekleidet in die immer gleichen roten Pullis.

 

Zwar gibt es keinen Glacéstand, keine Cüplibar und keine johlenden Fans – doch harte Smashs, kurze Drops und spektakuläre Abwehrschläge gibt es hier trotz allem. Die Swiss Open 2021 sind ein Anlass im Ausnahmezustand, doch dank der Hingabe der Athletinnen und Athleten und dank dem Einsatz von unzähligen Helferinnen und Helfern ist die Atmosphäre gar nicht so anders wie gewohnt. Bleibt zu hoffen, dass diese einzigartige Atmosphäre in den kommenden Jahren wieder mit begeisterten Zuschauerinnen und Zuschauern geteilt werden kann.